Druckausgleich beim Fliegen- Was tun, wenn's nicht klappt! -


Mal kommt er stechend, mal bahnt sich der Schmerz ganz langsam an: Wer beim Fliegen keinen Druckausgleich machen kann, für den sind Start und Landung kein Vergnügen. Ich weiß, wovon ich spreche. Und habe ein paar Tipps für euch, wie ihr dennoch schmerzfrei an euer Ziel kommt.

Beim ersten Mal dachte ich: Das wars jetzt. Jetzt bist du taub! Ich saß im Flieger auf meinem ersten Langstreckenflug nach Sydney und während die anderen Fluggäste ganz euphorisch die Harbour Bridge aus den Fenstern auf der rechten bestaunten, hielt ich mir das linke Ohr. Ein stechender Schmerz zog durch meine linke Kopfhälfte. Und als ich aus dem Flieger stieg, merkte ich: Ich hörte kaum noch etwas. Fünf Tage hielt diese Taubheit an, bevor ich langsam wieder besser hören konnte.

Inzwischen weiß ich, dass mein Innenohr anatomisch ein bisschen fehlerhaft ist, so dass mir der Druckausgleich besonders schwer fällt und manchmal gar nicht möglich ist. Der erste Ohrenarzt, den ich – zurück in Deutschland aufsuchte – meinte gar, diese Sache mit dem Fliegen sei keine gute Idee für mich. Pah! Ein anderer wollte stattdessen gleich operieren.
Aber nichts da, nicht mit mir. Meine zahlreichen weiteren Flüge in den nächsten Jahren boten mir viele Gelegenheiten, zu experimentieren und so habe einige naheliegende bis hin zu lustigen Tipps, die ich euch gerne empfehlen möchte:

  • Nasenspray: Der erste Tipp, den dir jeder geben wird, der deshalb aber nicht weniger wirksam ist. Nasenspray (das richtige, keine Meersalzlösung oder so) sorgt dafür, dass die Schleimhaut abschwillt und befreit (große Überraschung) die Gänge zwischen Nase und Ohr. Es schafft damit eine gute Basis für die nächsten Maßnahmen.
  • Ohrstöpsel – und zwar ganz spezielle wie die Alpine FlyFit*: Sie unterstützen dich dabei, den Druckausgleich zu machen, in sie den Druck im Ohr regulieren und für eine gleichmäßige und konstante Druckbalance sorgen. Dafür solltest du sie am besten mindestens eine Stunde vor Abflug in den Gehörgang stecken und frühestens wieder herausnehmen, wenn du dein Gepäck wieder entgegengenommen hast.
  • Der Micky-Mouse-Look: Sorgt nicht nur dafür, dass es dir viel besser geht, sondern auch dafür, dass deine Mitflieger was zu lachen haben. Kurz vor der Landung bittest du die Flugbegleiter, dir zwei in heißes Wasser getränkte Servietten in jeweils einem Pappbecher zu geben. Und die drückst du dir dann während des gesamten Landeanflugs auf die Ohren. Und ja, das sieht mindestens genauso lustig aus, wie es klingt. Kleine Beruhigung: Meistens siehst du die Leute, die in diesem Moment grinsen, nie wieder.

Kennst du weitere Tricks, mit denen du dein Gehör beim Fliegen austrickst? Schreib sie mir gerne in die Kommentare!

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