Tage bei den Schotten- 5 Highlights, die du in Edinburgh gesehen haben musst -


Was genau mich an Schottland schon immer fasziniert hat? Vielleicht waren es die karierten Kilts, der karamellfarbene Whisky oder doch das Einhorn auf dem Wappen. Das Ungeheuer in einem See, die Dudelsäcke, keltische Mythologie oder schottische Märchen. Oder vielleicht das Wissen, dass irgendwo in den Highlands Hogwarts versteckt sein muss.

Getreu dem schottischen Sprichwort „Wer im März nicht sät, wird im Herbst nicht ernten“, habe ich meiner Neugier nachgegeben und bin ein paar Tage nach Schottland gereist; nach Edinburgh, um genau zu sein. Die kleine Hauptstadt hat etwa 493.000 Einwohner und liegt mit ihren zauberhaft-mittelalterlichen Gassen, Straßen, Schauplätzen und einem eigenen Mini-Vulkan inmitten den Lowlands direkt am River Forth.

Meine erste Lektion: Korrekt ausgesprochen klingt der Name der Hauptstadt des Landesteils von Großbritannien wie Edinbraah — Übung macht hier übrigens den Meister. Und apropos Aussprache: Wusstest du, dass Edinburgh im schottisch-gälischen Dùn Èideann heißt (und sich Herr der Ringe Fans jetzt wohl zurecht fragen, ob Waldläufer Aragorn wohl Schotte war…)?

Vom überschaubaren Flughafen geht es schnell mit dem Bus mitten in die Hauptstadt. Zwischen Old Town und New Town erstrecken sich so viele tolle Orte, dass man sicher Jahre damit zubringen kann, Edinburgh zu entdecken. Ich bin durch die schmalen Gassen und über majestätische Straßen gewandelt und habe dir fünf meiner Highlights mitgebracht:

Edinburgh Castle — Ein Schloss mit Geschichte

Schottlands Geschichte geht tausende von Jahren zurück; die Geschichte des Vulkans, auf dem Edinburgh Castle heute ruht, hat da etwas mehr zu bieten. Vor 340 Millionen Jahren entstand der Castle Rock und wurde etwa ab dem frühen Mittelalter zum Zentrum von Macht, Kampf und Belagerung. Auch die Stuarts residierten in der Burg, die heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählt.

Am Ende der Royal Mile thront das gewaltige Bauwerk und überragt die Princes Street Gardens und die New Town. Die Schlossanlage ist einen Besuch wert, wenn man sich für die Geschichte Schottlands begeistert und unter anderem die schottischen Kronjuwelen bestaunen möchte.

Aber auch ein Spaziergang um die Anlage herum ist eine Reise wert. Der Rundgang endet in den Princess Street Gardens, von wo der Blick zurück auf die Burg besonders bei Sonnenuntergang eindrucksvoll ist. Wer zur Mittagszeit hier weilt, kann die One o’clock gun erleben. Ein Kanonenschuss, der von den Burgmauern abgefeuert wird.

Castle Hill, Edinburgh

Öffnungszeiten: Im Sommer von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr und im Winter von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Eintritt: etwa 19 Pfund

New College

Ein Highlight, auf das ich eher zufällig gestolpert bin, ist das New College der Universität von Edinburgh. Es ist eines der größten und renommiertesten Studienorte für Theologie und Religionswissenschaften in ganz Großbritannien. Eigentlich wollte ich mich bloß vor dem Regen retten — und landete inmitten des eindrucksvollen Innenhofes des New College unweit der National Gallery von Edinburgh auf einem der vielen Hügel. Eine Statue des John Knox, dem schottischen Theologen und Reformationsführer im 16. Jahrhundert, brachte mich auf die Spur. Als ich mich schüchtern umsah, kamen mir zwei Studentinnen entgegen und nahmen mich, neugierig wie ich war, einfach mit hinein. Das war ein glücklicher Zufall, denn eigentlich sind Besuche im New College nicht vorgesehen, außer, es finden offizielle Events für die Öffentlichkeit statt. Aber vielleicht hast auch du die Chance, das gotische Bauwerk von innen hautnah zu erleben und dir von Studenten erzählen zu lassen, wie man in Schottland so lernt.

Mound Place, Edinburgh

Palace of Holyroodhouse

Mein Historienherz überschlug sich fast, als ich endlich am Ende der Royal Mile ankam: Dort liegt der Palace of Holyroodhouse, das Schloss der schottischen und britischen Könige. Heute ist das Schloss die ganz offizielle Residenz des britischen Königshauses in Schottland. Queen Elisabeth ist mindestens einmal jährlich zu Besuch, nicht nur um lange Wanderungen durch die Hügel und vorbei am Arthur’s Seat zu unternehmen, sondern auch, um ihre weltberühmten Gartenpartys mit rund 300 Gästen zu feiern.

Für Besucher ist der Palace of Holyroodhouse mit einem sehr empfehlenswerten Audio- und Augmented Reality Guide zu entdecken — selten habe ich Geschichte so nah erleben dürfen. Nicht nur die historischen Gemächer von Mary, der Königin der Schotten, sind hier in ihrem damaligen Zustand zu bestaunen, sondern auch zahlreiche Wohnräume, Galerien und Säle der Königsfamilie. Neben dem Schloss stehen übrigens die Überreste der Holyrood Abbey, eine Ruine eines Stifts aus dem 12. Jahrhundert. Durch den AR-Guide wird die Ruine wieder zum Leben erweckt und erstrahlt in ihrer einmaligen Pracht. Lass dir dieses Highlight nicht entgehen. Unbedingt mehr als zwei Stunden Zeit mitbringen.

Palace of Holyroodhouse, Canongate, The Royal Mile, Edinburgh

Öffnungszeiten: November bis März von 9.30 Uhr bis 15.15 Uhr, April bis Oktober von 9.30 bis 16.30

Eintritt inkl. Guide: 15 Pfund

Kuchen und mehr bei der Naked Bakery

Genießer aufgepasst: In der Naked Bakery in Edinburgh könnt ihr schlemmen, bis euch schlecht wird. Das Café befindet sich in einer unscheinbaren Seitenstraße und liegt im Untergeschoss eines Hauses.

Erst seit zwei Jahren geöffnet, hat es in der veganen Szene in Edinburgh doch schon jetzt Kultstatus erreicht. Und wer auf Instagram unterwegs ist, kommt an den bunten, glitzernden Cupcakes ganz sicher nicht vorbei. Neben den köstlichen Cupcakes gibt es auch diverse kunstvoll gestaltete Kuchen, Macarons mit wunderschönen Detailarbeiten, Doughnuts und Cremeteilchen. Meine klare Empfehlung: Der Peanutbutter-Jam-Doughnut. Göttlich!

Mittlerweile gibt es sogar vegane Varianten von Mac and Cheese, Burger, Hummus mit Toast und einen Brunch. Ganz bestimmt wird hier jeder satt.

24a Hill Street, Edinburgh

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, sonntags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet

Und noch ein Extra-Tipp: Auf der Seite Vegan Edinburgh findest du zahlreiche Restaurant- und Café-Tipps, in denen es vegane Spezialitäten gibt. Dort habe ich auch die Naked Bakery entdeckt.

Calton Hill

Du bist auf der Suche nach dem perfekten Ort für einen Sonnenauf- oder untergang? Du willst in aller Ruhe spazieren gehen, eine Brise im Gesicht spüren und die Weite genießen?

Dann wandere hinauf zum Calton Hill, dem 103 Meter hohen Hügel am Ende der Princess Street.

Früh morgens habe ich hier einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt — allein, nur ich, der Wind um mich herum, auf einer Bank mit meinem Tee. Selten habe ich einen so ruhigen und gleichzeitig so spannenden Ort gefunden.

Hier oben gibt es nicht nur jede Menge Zeit für dich, sondern auch das National Monument, das Nelson Monument, das Dugald Stewart Monument, das Observatorium, eine Sternwarte und eine Kanone zu bestaunen; hier wurde mir klar, warum man Edinburgh auch gerne das Athen des Nordens nennt.

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