Warum die Insel nicht nur etwas für Reiche ist!- Günstig Urlaub machen auf Mauritius -


„Ihr habt wohl im Lotto gewonnen“, mussten wir uns anhören, als wir von unserer Idee erzählten, sechs Wochen im Paradies aka Mauritius zu leben. Der Job macht’s möglich, denn für unsere Arbeit brauchen wir nur einen Laptop. Sparfüchse bleiben wir jedoch auf der Insel, die für ihre Exklusivität bekannt ist.

In unserem Winter ist dort Sommer

Und das beginnt schon mit der Wahl der Reisezeit. Denn von Mai bis Oktober ist auf Mauritius Hochsaison und damit erreichen natürlich auch die Preise ihren Höhepunkt. Macht nichts, ich habe mich sowieso schon immer gefragt, warum die Leute ausgerechnet in unserem schönen deutschen Sommer (keine Widerrede!) ins Ausland fliehen. Von September bis November und zwischen März und Mai ist in Mauritius Nebensaison. Nicht nur die Flüge sind dann deutlich günstiger, sondern auch viele Unterkünfte und Ausflüge. Ach und der Wind, der ist dann auch auf seinem Höhepunkt!

Flüge gibt es schon ab 199,99 Euro

Die erste Herausforderung ist natürlich die Flugbuchung. Viel zu sehr habe ich mich schon in den Gedanken hineingesteigert, ganz bald mit einem tropisch bunten Cocktail am Strand zu relaxen. Ich bin nicht bereit für die Realität, in der ich utopisch hohe Flugpreise vermute. Doch dann die Überraschung: Die Flugpreissuchmaschine spuckt gleich mehrere Flüge für knapp unter 200 Euro pro Strecke aus. Mit Eurowings geht es ab Köln-Bonn in 11 Stunden auf die Trauminsel. Dafür ist zwar erstmal nur Handgepäck inklusive, aber Bikini und Badehose nehmen ja ohnehin nicht viel Platz weg. Ein wenig teurer ist Konkurrent Condor, der von Frankfurt aus ab 299,99 Euro gen Süden fliegt. Dafür ist hier auch noch ein Koffer inklusive. Die einzige Voraussetzung für die Schnäppchenpreise: Flexibilität, denn natürlich muss man hier das Reisedatum nehmen, an dem der Flug am günstigsten ist. Mein Tipp: Buch deine Unterkunft und deinen Flug immer getrennt voneinander – außer du findest zufällig einen tollen Deal.

Wohnen bei den Locals

Nicht erst, seitdem wir auf „Weltreise“ gegangen sind, bin ich von Airbnb überzeugt. In Deutschland habe ich selbst oft Mitbewohner auf Zeit über diese Plattform gefunden und meine Unterkünfte im Ausland buche ich fast grundsätzlich darüber. Dieses Mal bekomme ich allerdings einen Tipp über eine Facebook-Gruppe – auch so kann’s gehen. Preislich liegen wir mit 23 Euro pro Nacht im unteren Mittelmaß, haben eine eigene Wohnung mit Garten und Kokosnüssen an den Palmen. Und Meerblick. Zum Vergleich: Für 45 Euro pro Nacht bekommst du auch noch einen eignen Pool dazu. Und günstiger geht’s natürlich auch: Schon für ca. 15 Euro bekommst eine Unterkunft im Landesinneren.

Fortbewegung auf der Insel

Endlich: Wir sind da! Schon am Flughafen weht uns der süßliche Duft exotischer Früchte um die Nase, die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel und ich kann es gar nicht mehr erwarten, das Meer zu sehen. Doch erst einmal brauchen wir ein Taxi, das uns für umgerechnet 35 Euro quer über die Insel bringt. Ein guter Preis, wie man mir später sagt – den Verhandlungskünsten sei dank. Vor Ort buchen wir uns dann übrigens noch einen Mietwagen, denn Mauritius ist wirklich größer, als man denkt. Die meisten Orte haben eine eigene Vermietung, die meist gar nicht im Internet vertreten ist und mit 25 Euro pro Tag deutlich günstiger als die großen Anbieter am Flughafen ist. Und: Viele Vermieter bieten ebenfalls einen Mietwagen im Paket mit an, der meist deutlich günstiger ist, als wenn du ihn separat buchst. Aber Achtung: Auf Mauritius herrscht Linksverkehr! Wer sich das Fahren dort nicht zutraut, kann ebenso problemlos auf die öffentlichen Busse vertrauen. Sie sind zugleich die wohl günstigste Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Und solltest du an einem Tag gleich mehrere Hotspots der Insel erkunden wollen, dann lohnt es sich vielleicht, ein privates Taxi zu mieten: Mit 60-70 Euro bist du hier dabei.

Viel frisches Obst und Gemüse – auch in den Restaurants

Als Selbstversorger kaufen wir unsere Lebensmittel in diesen Wochen im örtlichen Supermarkt oder auf den Märkten. Das Angebot ist riesig und die Preise total in Ordnung. Auch Fisch bekommst du hier natürlich auch überall richtig frisch. Und solltest du doch mal einen Abstecher in ein Restaurant machen wollen, dann ist das für 25 Euro für zwei Personen gut machbar. Die Auswahl an verschiedenen Speisen ist groß auf der Insel. Richtig authentisch speist du natürlich in den vielen kleinen Hütten am Straßenrand, in denen lokal kreolisch nach traditionellen Rezepten gekocht wird. Für Samosas, Pakoras, Roti und Currys zahlst du in der Regel auch viel weniger, als in den „richtigen“ Restaurants. Und zum Nachtisch gibt’s natürlich eine bunte Auswahl an exotischen Früchten oder Kokosnüsse, die auf der Insel wachsen.

Und wenn’s doch ein bisschen Luxus sein soll?

Dann habe ich einen ganz einfachen Tipp für dich: Du schlenderst einfach in eines der am Strand liegenden Sterne-Hotels hinein und bestellst dir einen Cocktail an der Bar. In den meisten ist dann nämlich sogar der Sprung in den Pool erlaubt.

Fazit

Sicherlich ist Mauritius nicht das günstigste Reiseziel. Aber wie du siehst, muss es deine Urlaubskasse trotzdem gar nicht allzu sehr sprengen. Wir sind am Ende dann übrigens doch noch einmal schwach geworden und haben eine Tour gebucht – natürlich bei einem einheimischen Fischer, den wir am Strand kennengelernt haben: Aber für einige Sachen, wie Schwimmen mit Delfinen, kann man auch schon mal ein bisschen Geld ausgeben ;-)