Glück - Alle Beiträge mit diesem Schlagwort -

Über die Suche nach dem Glück auf Reisen, das oft in den kleinen Details verborgen liegt und entdeckt werden möchte. Und über die Erkenntnisse, dass fremde Orte allein noch lange nicht glücklich machen.


Nichts als Pinienwälder, das türkisfarbene Meer, Olivenhaine, immergrüne Baumkronen auf der winzigen Insel am Horizont. Ich atme tief ein und aus. Hier, an diesem Ort, komme ich an. Spüre die Erde unter meinen Füßen, höre die ferne Kirchenglocke, lausche dem Wind in meinen Haaren. Alle meine Sinne sind geschärft. Nie habe ich so klar wahrgenommen, wie schön diese Welt sein kann. Willkommen auf der kroatischen Insel Korčula, meinem Zuhause für eine der schönsten Wochen meines Lebens.

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Schlösser, Paläste und Burgen beeindrucken mich schon seit meiner Kindheit: Riesige Gartenanlagen, imposante Thronsäle, meterlange Korridore und Gänge, auf denen man einmal flanierte, und überall Kunstwerke… Natürlich hatten das höfische Leben und der Adel, der besonders in Frankreich die Menschen viel zu lange unterdrückte, auch seine Schattenseiten. Als ich mich an einem sehr heißen Tag in Paris dazu entschied, nach Schloss Versailles zu fahren, war mir noch nicht klar, dass ich an diesem Tag auch einiges über die Schatten- und Sonnenseiten der Reisenden und Einwohner lernen sollte.

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Vor dem Casino Monte-Carlo steht ein goldener Adler. Ohne Spaß: Der ist größer als ich. Über und über mit Goldkettchen bedeckt, die smaragdenen Augen leuchten in der Sonne. Neben mir hält eine Limousine, aus der eine Frau in bodenlanger Seide steigt, an ihrer Seite ein Mann im weißen Leinenanzug — er trägt einen so üppigen Rosenstrauß in den Armen, dass ich sein Gesicht nicht sehen kann. Gemeinsam gehen sie an dem Adler und mir vorbei, und schweben hinein in ihre Welt aus Prunk und Reichtum. 

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„Is that a snake?“, ruft Pierre und dann laufen wir los. Was wir lieber nicht hätten tun sollen, denn ja, der grüne lange Strich, der sich zehn Meter vor uns auf dem roten sandigen Boden im Arabuko Sokoke Forest entlangwindet, ist eine Schlange – und was für eine. „It’s so beautiful“, sage ich gerade, als unser Guide hinter uns auftaucht. 

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