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„Heute lächle ich, wenn ich an mein kleines Wunder denke. Ich weiß, dass es manchmal einen Sturm und kräftigen Regen braucht, um mich daran zu erinnern: Du weißt, was wirklich zählt. Denke jeden Tag daran.“ (Aus dem Text: Was wirklich zählt im Leben)


Manchmal kommt alles so ganz anders, als man es sich gedacht hat. Plötzlich muss das gesparte Geld für die Wohnung ausgegeben werden, die Zeit ist voll mit Arbeit und die Familie braucht Unterstützung…zunichte ist der Reiseplan. Ganz ähnlich lief es auch bei mir diese Woche. Da ich mir meine Reiselust aber nicht von den unberechenbaren Plänen des Lebens verderben lassen möchte, erzähle ich euch heute davon, wie ich trotzdem jeden einzelnen Tag ein kleines bisschen verreisen kann. 

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Reisen ist gefährlich! Nein, nicht wie du jetzt denkst. Nicht der drohende Flugzeugabsturz, der IS oder gar Donald Trump sind das Problem, sondern du! Weil du wie ich, einsam in der mongolischen Steppe, unterwegs im australischen Outback oder allein auf der Panamericana plötzlich merken könntest, wie sich deine Prioritäten wandeln und Ziele ändern. Und du, kaum zuhause, dein Leben auf den Kopf stellst.

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Sie steht an der Straßenecke, ganz gelassen, und trotzdem zieht sie alle Blicke auf sich. Sie trägt ein schickes Kleid zu Sandalen mit hohen Absätzen, einen großen Hut, das lange Haar in offenen Wellen. In der einen Hand hält sie ein Eis mit Sahne in einer großen Waffel, an der anderen führt sie ihren Pinscher mit einer Leine spazieren. Aus einer Ladentheke heraus lehnt sich ihr ein lachender Mann entgegen. Sie scherzen miteinander, flirten ganz offensichtlich, sie isst genüsslich ihr Eis und lässt sich nicht beirren.

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Die Motoren heulen auf, ein Ruck geht durch die Kabine. Ganz langsam, als wollte es uns mit jedem Gramm seines Gewichtes entgegenschreien „ICH MÖCHTE AM BODEN BLEIBEN!!!!!“, setzt sich das Flugzeug in Bewegung. Der Pilot gibt Gas, draußen ziehen grüne Wiesen und Bäume im Schneckentempo vorbei. Dann endlich hebt sich die Nase in die Luft, das Flugzeug gleitet dem tiefdunkelblauem Himmel über Auckland entgegen.

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Da hinten, siehst du es, das Meer? Kannst du sie hören, die Brandung, die Wellen, wie sie gegen das Ufer schwappen? Wie sie im Sand versinken, sich wieder zurückziehen, wieder Schwung holen? Auch riechen kannst du es, das Meer, salzig und kräftig — manchmal hat das Meer eine Farbe, mal blau, mal türkis, mal schwarz, manchmal auch rot. Gesehen hat es fast jeder schon einmal, dieses Nass, das uns alle umgibt. Aber hast du es auch schon einmal richtig gespürt?

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