Reisen ohne Gelbfieber-Impfung- Was tun bei einer Hühnereiallergie? -


„Gelbfieberimpfung für Reisende nach Sansibar jetzt Pflicht!“, meldet das Auswärtige Amt Anfang Oktober 2017 und schreibt, dass sowohl bei direkter Einreise aus Europa als auch bei Einreise vom tansanischen Festland der Nachweis vorzulegen ist. Puh, da habe ich ja gerade nochmal Glück gehabt. Welche Alternativen aber gibt es, wenn man die Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht bekommen kann?

Wenn es um die Auswahl künftiger Reiseländer geht, dann habe ich eine große Einschränkung: Ich bin gegen Hühnerei allergisch und manche Impfstoffe  werden leider auf genau diesen gezüchtet. Während die meisten Impfstoffe aber nur Spuren oder geringe Restmengen an Hühnerei enthalten und somit für mich gerade noch okay sind, würde eine Gelbfieberimpfung ein großes gesundheitliches Risiko für mich darstellen. Ich könnte sie nur im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes bekommen und weil die Folgen ziemlich unkalkulierbar wären, haben mir die Ärzte geraten, das wirklich nur über mich ergehen zu lassen, wenn es unbedingt notwendig ist.

In meinem Impfpass habe ich nun einen Schrieb, der mich von der Impflicht befreit – jedenfalls theoretisch. Denn ob der sansibarische Grenzbeamte das Dokument wirklich anerkennen würde, halte ich für fraglich. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Schreibt mir gerne eine Nachricht oder lasst einen Kommentar da!

Weil ich nun mal aber eben gerne viel reise und auch immer wieder in unterschiedlichen Ländern lebe, beeinflusst diese Tatsache natürlich unsere Reiseplanung:

1.     Wir wählen Länder, in denen es kein Gelbfieber gibt.

Irgendwie naheliegend oder? Hatten wir vor der Abreise auch gedacht. Zum Glück gibt es eine gute Liste von der Weltgesundheitsorganisation WHO, auf der alle diese Länder ausgeschrieben  sind. Also lassen wir die doch einfach aus, dachten wir zuerst.

Dann allerdings lockten einige Länder mit unschlagbaren Argumenten und wir entschieden:

2.     Wir reisen in Gebiete, in denen es kein Gelbfieber gibt.

Eine Impfung wird meistens für die Länder gefordert, in denen es kein Gelbfieber gibt, also vor allem für die Nachbarländer. Während du auf Sansibar also die Impfung nachweisen musst, kannst du in Kenia, wo die Krankheit ausgebrochen ist, problemlos einreisen. Natürlich gehe ich nicht das Risiko ein, mich zu infizieren, sondern recherchiere vorher genau, in welchen Orten eine Gefahr besteht. In Panama und Kenia war das jeweils viele hundert Kilometer von meinem Aufenthaltsort entfernt, so dass für mich kaum eine / keine Gefahr bestand. Trotzdem gibt es bei dieser Sache einen Haken, denn Weiterreisen ist danach nicht mehr so leicht. Daraus folgt:

3.     Wir gehen in Quarantäne.

Ja du hast richtig gelesen. Wenn wir uns wie im Fall von Kenia entscheiden, das Risiko auf uns zu nehmen und in ein Land zu reisen, das als Gelbfiebergebiet ausgeschrieben ist, dann bedeutet es, dass wir hinterher sieben Tage lang nur in unsere Heimat und ganz wenige weitere Länder einreisen dürfen. Entscheidend ist, dass beim Folgeland folgender Satz in den Einreisebestimmungen fehlt: „Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden, die älter sind als 12 Monate und aus einem Gelbfieberendemiegebiet einreisen, gefordert.“ Wir haben uns aber für Deutschland entschieden, was den Vorteil hat, dass unsere Familien und Freunde uns auch mal wieder zu Gesicht bekommen haben! Bliebe noch die letzte und traurigste Möglichkeit:

4.     Wir verzichten.

Wenn Sansibar fordert, dass man nur noch mit gültiger Gelbfieber-Impfung einreisen darf, dann bleibt mir keine andere Möglichkeit, als erstmal einen großen Bogen um die Insel zu machen. Das fühlt sich nun schon ein bisschen komisch an, schließlich war der Ort gerade noch mein Zuhause.

Habt ihr das gleiche Problem? Wie sind eure Erfahren damit? Habt ihr Tipps? Lasst sie mich gerne wissen und schreibt sie in die Kommentare!