Mein ganz persönlicher Glücksort- Mit Affen, Pizza und Meer -


Der schönste Platz an meinem neuen Lieblingsort ist ganz oben auf der Dachterrasse eines Baumhauses. So heißt das Hotel und wenn sich eines diesen Namen wirklich verdient hat, dann das hier. In Mitten des dichtbewachsenen grünen Dschungels direkt an der Küste lugt bloß die mit Palmenwedeln bedeckte Spitze über den Baumkronen hervor.

Wenn ich am späten Nachmittag hierher zu meiner Yogaklasse komme, dann bemühe ich mich, extra rechtzeitig zu sein. Denn ich genieße den Blick von hier oben so sehr, dass ich gerne noch ein paar Minuten die Landschaft betrachte und den wenigen Kitesurfern auf dem scheinbar endlos weiten Ozean zuschaue, während sich auf der anderen Seite die Sonne langsam der Erde nähert.Vor etwas über einem Jahr habe ich mir eine Liste mit allen Dingen geschrieben, die ein Ort haben soll, an dem ich leben möchte. Wenn ich sie mir heute anschaue, dann sieht es aus, als habe ich diesen Ort hier beschrieben. Weil er all diese schönen Punkte erfüllt. Und noch viel mehr:

  • Ein fast einsamer langer Sandstrand
  • Ein dicht bewachsener Dschungel, in dem Elefanten leben
  • Ein Meer, in dem ich mit Schildkröten, Delfinen und freundlichen Haien schwimmen kann

  • Spiegelglattes azurblaues Wasser
  • Eine Sandbank, auf der sich das Meer türkis färbt
  • Dazu Wind!! So viel Wind, dass ich fast jeden Tag zum Kiten komme(n könnte)
  • Affen, die sich zweimal am Tag vorbei an meinem neuen Zuhause von Baum zu Baum schwingen und dabei lustige Geräusche machen

  • Eben jenes Yogastudio, von dem aus ich auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite den Sonnenuntergang über Afrika sehe
  • Sonne und T-Shirt-Wetter an jedem einzelnen Tag.
  • Und immer mal wieder ein erfrischender Schauer, der dafür sorgt, dass die Natur so schön grün bleibt.
  • Ein Büroplatz mit Blick aufs Meer und 22 Mbit Datenspeed.
  • Und nicht zuletzt Pizza, jede Menge Pizza, weil die Italiener eben schon vor mir hier waren und die Straße im Ort mit ihren Restaurants säumen.

Für manch einen ist das, was wir hier machen, eine Weltreise. Für andere digitales Nomadentum. Für uns steht dahinter die Idee, herauszufinden, wie wir leben wollen. Weil wir uns die Freiheit erarbeitet haben, dort zu leben, wo es uns am besten gefällt.

Für immer wird das nicht an diesem Ort sein, aber hoffentlich eben doch immer mal wieder. Der Rückflug ist schon gebucht.

Wissenswertes

Im letzten Jahr habe ich ein Buch gelesen, dass ich euch sehr ans Herzen legen möchte: Es heißt „Eine Insel nur für uns“ und die Autoren Adrian und Nina Hoffmann erzählen darin von Ihrer Zeit auf einer einsamen Insel in der Nähe von Tonga im Südpazifik. Die beiden haben ein Jahr lang komplett abgeschieden von der Außenwelt gelebt – total spannend und ich hätte ewig weiterlesen können. Leider verraten sie nicht, wo diese Insel liegt.