Bangkok mit anderen Augen- Adventstürchen 21 -


In Siam Reap trennen sich unsere Wege wieder, ich bin die erste, die abreist. Vorbei an einer Vielzahl von Motorollern, auf denen junge Frauen tote Schweine transportieren, nähert sich mein Bus der thailändischen Grenze. Als wir Bangkok erreichen, hat es sein Gesicht verändert. Die Stadt, die mir vor drei Wochen dreckig, arm und chaotisch erschien, ist nun in meinen Augen eine Metropole, die New York und Berlin in kaum etwas nachsteht. Auf riesigen Werbetafeln lächeln hübsche Modells auf den vorbeiziehenden Verkehr, die Menschen fahren große Autos und tragen feine Kleidung. Auch Wellblechhütten zieren den Straßenrand, aber sie sind kein Vergleich zu jenen, die am Wegrand in den Dörfern von Laos stehen. Auf der Suche nach einem Tuk Tuk kommt mir ein magersüchtiges Mädchen entgegen, die nur noch aus Haut und Knochen besteht. Welch ein Kontrast zum Nachbarland, in dem so viele Menschen noch heute unter der Mangelernährung während der Roten-Khmer-Herrschaft leiden. Wie lange wird es wohl dauern, bis die westlichen Zivilisationskrankheiten auch dort angekommen sind? Mein Blick auf Bangkok hat sich in den 20 Tagen jedenfalls gewaltig geändert.

Umfrage: Von welcher unserer kleinen Geschichten im Adventskalender möchtet ihr gerne mehr lesen? Gebt uns eine Ananas oder lasst einen Kommentar da und die fünf Geschichten mit den meisten Reaktionen gibt es bald ausführlicher!