5 Reisebücher, die deine Sehnsucht entfachen- Welche Bücher mich inspirieren -


Es gibt so viele Geschichten über das Reisen. Berichte über Länder und Städte, Listen über Ausflugsziele, Artikel über Reisetipps, Beiträge über Reisetrends. Manchmal auch persönliche Erlebnisse in einer Zeitung, intime Erkenntnisse in einem Magazin. Einige der schönsten, bewegendsten und inspirierendsten Geschichten über das Reisen und alles, was damit zusammenhängt, habe ich in Büchern gefunden.

Heute möchte ich euch meine fünf liebsten Geschichten empfehlen, die mich mehr als einmal entführt haben in ferne Länder, auf hohe Berge, in angeschienene Dörfer, auf das weite Meer — und noch viel öfter an einen Reise-Ort, den es nur in mir selbst gibt. Vielleicht sind einige keine typischen Reisebücher. Auch wenn sie nicht als solche gehandhabt werden, haben sie eins gemeinsam: Sie sind Sehnsuchtsentfacher.

Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling 

Wie der deutsche Komiker, Moderator und Schauspieler Hape Kerkeling nach einer folgenschweren Krankheit seinen Rucksack schultert und verkündet: „Ich bin dann mal weg“, das hat mich zum ersten Mal 2012 nachhaltig beeindruckt.

Für Hape Kerkeling selbst ist das Buch, in dem er seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg beschreibt, seine ganz persönliche Begegnung mit seinem Glauben, mit Gott. Für mich als Leserin hat das Buch eine intensive Reisekraft entwickelt. Zum einen die Sehnsucht danach, auch einfach den Rucksack zu schultern und loszuziehen, auf das Nötigste beschränkt, der Natur ausgesetzt. Zum anderen das, was viele als „Sich selbst finden“ bezeichnen. Ich finde es spannend, wie sehr mich Hape Kerkelings persönliche Geschichte zu seinem Selbst mitgenommen hat. Oft habe ich mich in seinen Texten wiedergefunden und bin zu dem Schluss gekommen, dass jeder auf Reisen einen großen Schritt in die richtige Richtung macht, nämlich zu sich selbst.

Davon eimal abgesehen, dass ich Hape Kerkeling für einen extrem gebildeten, interessanten und außerordentlich bodenständigen Mann halte, kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der sich schon häufiger die Frage gestellt hat: Kann ich nicht auch einfach losziehen? (Ja, du kannst!)

Ich bin dann mal weg gibt es hier.


Savoir-vivre: Leben wie eine Französin von Murielle Rousseau

Wie eine französische Köstlichkeit aus der Patisserie kommt auch dieser kleine Band daher. Für jeden Buchstaben des Alphabets findet Murielle Rousseau eine passende Geschichte und bringt den französischen Lebensstil, das Savoir-vivre, herrlich auf den Punkt. Sie erzählt von Glücksgeschichten aus Paris, von sonnigen Stunden in der Bretagne, von kleinen Momenten im Café, vom Sein in Frankreich und der Lust, sich dem Leben einfach hinzugeben. Meine Liebe zu Frankreich hat dieses Buch definitiv befeuert und mich sehr viel über einen Lebensstil gelehrt, den ich nicht mehr missen möchte.

Savoir-vivre gibt es hier.

Eat, Pray, Love: One Woman´s Search for Everything Across Italy, India and Indonesia von Elizabeth Gilbert 

Von vielen als Selbsthilfebuch verpönt, für mich aber ein Buch, dass meine Sehnsucht zum Reisen immer wieder größer werden lässt. Dieses Buch lese ich mittlerweile mindestens einmal im Jahr und komme immer wieder zurück zu dem, was mir im Leben wichtig ist. Elizabeth Gilbert entführt mich besonders immer wieder nach Italien — und ich verdanke es diesem Buch auch, dass ich vor fast acht Jahren angefangen habe, Italienisch zu lernen und auf meine Bucket List zu schreiben: Einmal in Italien leben, la dolce far niente fröhnen und mich einfach freuen, wie schön das Leben ist.

Eat, Pray, Love gibt es hier, auch auf deutsch. Ich empfehle euch aber den Originaltext! In der Übersetzung gehen viele Nuancen und Feinheiten der Sprache verloren.


Ich bin Malala von Malala Yousafzai 

Malala Yousafzai ist das junge Mädchen, dem von den Taliban in den Kopf und in den Hals geschossen wurde, weil sie sich mit Herzblut für Bildung für junge Mädchen in ihrem Heimatland Pakistan einsetzte. Heute hat die beeindruckende junge Frau den Friedensnobelpreis bekommen, ist eine Verfechterin für die Bildung und hat mit ihrem Buch dafür gesorgt, dass ich viel mehr über Pakistan und das Leben dort gelernt habe. Für jeden, der seinen Horizont erweitern möchte und sich schon immer gefragt hat, woher jemand die Kraft nimmt, trotz aller Widrigkeiten zu seiner Leidenschaft zu stehen.

Ich bin Malala gibt es hier.

Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs von Fabian Situs Körner

Rein zufällig habe ich dieses Buch am Flughafen gekauft, als ich in die Türkei unterwegs war. Auf dem Flug habe ich gemerkt, dass Fabian mich mit seiner Geschichte fesselt. Er hat kaum Geld auf dem Konto, nur einen Rucksack, aber ein großen Plan: Er bereist alle Kontinente der Erde und lebt dort nur gegen Kost und Logis. Spannend und eindrucksvoll erzählt er von so ausgefallenen Orten wie Santo Domingo, Kuala Lumpur, Alexandria und Medellin. In jedem Land andere Menschen, andere Sitten, andere Jobs; aber auch viel Liebe, Gastfreundschaft und das Urvertrauen, dass es immer funktionieren wird. Begleitet wird das Buch von vielen QR Codes, die auf Fabians Webseite führen, und Bildern.

Journeyman gibt es hier.

Ihr habt noch mehr Reiseliteratur, die ihr unbedingt teilen möchtet? Lasst uns in den Kommentaren wissen, welche Bücher euch inspiriert haben.